Dr. Theo Zwanziger | DFB-Präsident

von der Kreisliga bis zur Nationalmannschaft: Fußball begeistert die Menschen. Mit mehr als 500.000 ehrenamtlichen Trainern, Schiedsrichtern und Betreuern ist der Fußball auch eines der wichtigsten sozialen Netzwerke in Deutschland. Der Fußballsport bringt Mädchen und Jungen, Jugendliche und Erwachsene zusammen. Es spielt dabei keine Rolle, welche Sprache man spricht, aus welchem Kulturkreis man stammt oder welche Religion praktiziert wird. Durch den Fußball sehen wir, dass uns vielmehr vereint als uns trennt. Durch den Fußball lernen wir, Unterschiede zu verstehen und anzuerkennen. Er hilft, Verständnis zu schaffen, Toleranz zu wecken und Gemeinsamkeiten zu fördern.
Mit der Betonung der integrativen Wirkung des Fußballs darf man allerdings nicht glauben, er wäre damit in Geschichte und Gegenwart immun gegen Ausgrenzung oder andere Formen der Diskriminierung, wie Rassismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit oder Homophobie. Wir haben aber eine große Chance, diesen „Auswüchsen“ zu begegnen, indem wir sie direkt im Fußball thematisieren und gemeinsam für unsere Ideale eintreten.
Dies sind langwierige Prozesse, die nicht an einer konkreten Maßnahme festzumachen sind und deren Ergebnisse man nicht von heute auf morgen erkennen kann. Aber gerade weil der Fußball mitten in der Gesellschaft steht, mitten im Leben, haben wir die Möglichkeit, Gemeinschaftsleben mitzugestalten und gesellschaftliche Tabus zu relativieren – auch beim Tabu Homophobie.
Menschen mit homosexuellen Lebensweisen sind aus Scheu und Angst vor diskriminierenden Anfeindungen vielfach großen Belastungs- und Drucksituationen ausgesetzt. Klischees, die unseren Sport als „testosterongeladenen“ Kraftsport titulieren, in dem sich Männer profilieren wollen und Frauen keine gerechte Aufmerksamkeit finden, entgegnen wir mit aller Macht. Das Spiel gehört Männern und Frauen gleichermaßen und auch Homosexuelle gehören ganz selbstverständlich dazu, denn sie sind mitten unter uns. Sie sind unsere Mitspieler, Freunde und Kollegen.
Die MILK Job- und Karrieremesse bietet in diesem Sinne eine große Chance, sich über vielfältige Unternehmenskulturen zu informieren, wertvolle persönliche Kontakte zu knüpfen, sich auf aktuelle Jobangebote zu bewerben und vieles mehr. Dabei bringt die MILK Menschen unabhängig ihrer Sexualität, Lebenssituation oder Qualifikation zusammen, um für mehr Wertschätzung und eine neue Kultur des Miteinanders zu werben.
Der ganzjährigen Arbeit wünsche ich aus diesen Gründen weiterhin viel Erfolg und der diesjährigen Messe einen erfolgreichen Verlauf: für ein freundschaftliches Mit- und Nebeneinander der Kulturen, für Toleranz gegenüber Andersdenkenden und Andersfühlenden. Für eine bunte, offene und friedliche Gesellschaftskultur.
Ihr
Dr. Theo Zwanziger
GUT INFORMIERT MIT DEM
MILK-NEWSLETTER
SHARE THE MILK
MILK TWEETS
OPEN
CLOSE
LGBT Partner
Völklinger Kreis
Wirtschaftsweiber
Vangardist
Nordic LGBT Workplace
Forum & Career Fair
LSVD
Weitere Partner
>>>mehr

